Hebels aktuelle Stunde – Ein Rückblick auf die Politik der jüngsten Zeit
📆 Do., 23. Apr. ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 Frankfurt am Main
Club Voltaire
In Deutschland werden im Windschatten der Weltpolitik Fakten geschaffen: Das Bürgergeld wird abgeschafft, das Zuwanderungsrecht erneut verschärft, Klima- und Umweltschutzstandards werden aufgeweicht, Innenminister Dobrindt will einen „echten Geheimdienst“ schaffen.
Diether Dehm – Autorenlesung „Aufstieg und Niedertracht – Katharina“
📆 Di., 5. Mai ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 Frankfurt am Main
SAALBAU Ronneburg
Der NachDenkSeiten Gesprächskreis Frankfurt und der Veranstalter Deutscher Freidenker Verband Hessen laden gemeinsam zu einer besonderen Veranstaltung ein:
Autorenlesung mit Diether Dehm „Aufstieg und Niedertracht – Katharina“ – Teil 2 der Trilogie
Aufruf und Infos zu Demos am 30. Mai in Grafenwöhr und Wiesbaden – Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ ruft mit zahlreichen Partnerorganisationen für den 30. Mai 2026 zu Demos in Wiesbaden und Grafenwöhr auf. Zusammen stellen wir uns gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa! Alle Infos rund um die Demos findest du hier.
📆 Fr., 12. Juni ’26–So., 21. Juni ’26
Fulda Webseite
Und wieder wird die Bundeswehr auf einer großen Fläche Tag für Tag präsent sein und um selbst bei minderjährigen Schüler:innen für den „Dienst an der Waffe“ zu werben. Das „Bündnis Friedlicher Hessentag“ ist gegen solche Militärwerbung auf Volksfesten und bei Minderjährigen.
Ja, jetzt ist klar, wo der Pfeffer wächst! Der Drops ist gelutscht — wir brauchen keine kassandraischen Fähigkeiten, um zu erkennen, wer als nächstes den Friedensnobelpreis überreicht bekommt: natürlich derjenige, der am lautesten „Frieden“ ruft und gleichzeitig mitten in eine neuen Krieg stolpert!
📆 Mi., 1. Apr. ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
60313 Frankfurt am Main
↗️ Weitere Informationen iCalgCal
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,
wir treffen uns am Mittwoch, den 1. April 2026 um 19:00 Uhr im Club Voltaire – im Vortragsraum 1. Stock zu unserem monatlichen Freidenker-Stammtisch in Frankfurt/M.
Auch zu diesem Treffen wird es kein Impulsreferat geben; jede/jeder benennt, was ihm aktuell am wichtigsten ist; über die Vorschläge entscheiden wir und diskutieren dann.
Peter Biebel macht folgenden Vorschlag: Am 1. April 2001wurde Slobodan Miloševič wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet und am 28. Juni 2001 unter Bruch der jugoslawischen Verfassung aus dem Belgrader Gefängnis nach Den Haag entführt. Wäre das nicht Anlass genug, noch einmal das Thema der „Zerstörung Jugoslawiens“ in den Mittelpunkt des Abends zu stellen und auf die beabsichtigte Destabilisierung Russlands und des Irans zu übertragen?
Wir werden das erörtern und darüber abstimmen.
Herzliche Grüße Willi
2Do., 2. Apr. ’26
3Fr., 3. Apr. ’26
13:30: Weltweites Friedenszeichen
Weltweites Friedenszeichen
📆 Sa., 4. Apr. ’26
🕗 13:30 Uhr
📌 Römerberg
Frankfurt am Main iCalgCal
OVALmedia: Weltweites Friedenszeichen am 04.04.26 auf dem Römer: Robert Cibis interviewt Chris Barth, Achim Weinacker und Jan Veil vorab zum Download – später als Link https://we.tl/t-cm4buW5KT74tofpH
Weitere Links auf TokTok und Istagram zu weiteren Aufrufen zur Kundgebung am 04.04. auf dem Römer von weiteren Beteiligten
Der Römerberg wird an diesem Tag zum Ort der Begegnung: ein „Friedensmeer“ mitten in der Stadt. Wenn Sie kommen, bringen Sie nicht nur Ihre Stimme mit, sondern auch Ihre Werte: Frieden ist mehr als ein Wunsch – Frieden ist eine Aufgabe. Im Inneren wie im Äußeren. Gerade weil politische Diskussionen häufig in Lager zerfallen, ist ein sichtbares Friedenszeichen wichtig: respektvoll, würdevoll und klar.
Auf der Hauptbühne hören Sie neben unserem Hauptredner Major a.D. Florian D. Pfaff weitere Redner und Künstler, die den Tag inhaltlich und musikalisch mitgestalten, u.a.: Dieter Dehm (Musik/Beitrag), Colette (Aschersleben), Corona Bavaria (Musik), Chris Barth (Bürgerzeitung KLARTEXT), Jan Vail (Freier Linker), Stephanie („Politiker müssen haften“), Achim aus Frankfurt, Guy Dawson (Musiker & Friedensaktivist) sowie „Kal-El“ (Friedensaktivist). Ebenfass werden an diesem besonderen Tag Songül Schlürscheid (#HugForPeace) und Markus Bönig (kriegsdienstblocker.de) bei uns zu Gast sein. Außerdem erwarten Sie Friedens-Ausstellungen mit Beiträgen der Freien Heidelberger sowie von Danny aus Offenbach.
Einer der zentralen Programmpunkte ist der Beitrag von Major a.D. Florian D. Pfaff. Viele kennen ihn als konsequenten Mahner für Rechtsstaatlichkeit und verantwortungsvolle Friedenspolitik. In seinem Beitrag geht es um die Frage, wie Konflikte entstehen – und welche Wege realistisch sind, um Eskalationen zu verhindern und Frieden wieder möglich zu machen. Sein Blick verbindet militärische Erfahrung mit ethischer und politischer Verantwortung.
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, haben Sie am selben Abend Gelegenheit dazu: Mitstreiter der Freidenker (Freidenker-Verband Hessen) gestalten um 19:00 Uhr eine Abendveranstaltung mit Florian Pfaff am Frankfurter Südbahnhof:
„KRIEG oder FRIEDEN – wohin steuert unser Land?“ Ein Vortrag von Major a.D. Florian D. Pfaff über Ursachen, Hintergründe und Lösungsmöglichkeiten von Konflikten.
Der Vortrag bietet Raum für Zusammenhänge, die im Alltag oft untergehen: Welche Interessen treiben Konflikte? Welche Rolle spielen Medien, Bündnisse und ökonomische Abhängigkeiten? Und vor allem: Welche konkreten Schritte führen aus der Eskalationsspirale heraus? Der Eintritt ist auf Spendenbasis organisiert. Hinweise zu Reservierungsmöglichkeiten werden zeitnah ergänzt und in diesem Beitrag hier aktualisiert.
Kommen Sie zuerst zum Römerberg. Und wenn Sie möchten: Denken Sie abends weiter am Südbahnhof. Alle Details zur Abendveranstaltung finden Sie später hier verlinkt.
19:00: KRIEG oder FRIEDEN – wohin steuert unser Land?
KRIEG oder FRIEDEN – wohin steuert unser Land?
📆 Sa., 4. Apr. ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 SAALBAU Südbahnhof
Hedderichstraße 51
60594 Frankfurt am Main iCalgCal
„KRIEG oder FRIEDEN – wohin steuert unser Land?“ Ein Vortrag von Major a.D. Florian D. Pfaff über Ursachen, Hintergründe und Lösungsmöglichkeiten von Konflikten.
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, haben Sie am selben Abend Gelegenheit dazu: Mitstreiter der Freidenker (Freidenker-Verband Hessen) gestalten um 19:00 Uhr eine Abendveranstaltung mit Florian Pfaff am Frankfurter Südbahnhof:
Der Vortrag bietet Raum für Zusammenhänge, die im Alltag oft untergehen: Welche Interessen treiben Konflikte? Welche Rolle spielen Medien, Bündnisse und ökonomische Abhängigkeiten? Und vor allem: Welche konkreten Schritte führen aus der Eskalationsspirale heraus? Der Eintritt ist auf Spendenbasis organisiert. Hinweise zu Reservierungsmöglichkeiten werden zeitnah ergänzt und in diesem Beitrag hier aktualisiert.
finale Fassung vom 12.2.26 – Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V.
Für 2026 ergeben sich für Friedensaktivitäten vielfältige Herausforderungen:
Innenpolitische Herausforderungen aus friedenspolitischer Sicht sind für uns:
Der Niedergang der öffentlichen Daseinsvorsorge und der geplante Rückbau des Sozialstaates zugunsten der militärischen Aufrüstung betrifft unmittelbar große Teile der Bevölkerung und muss im engen Zusammenhang gesehen werden.
Die Militarisierung von Bildungs- und Gesundheitswesen schreitet voran und provoziert immer mehr Widerstand bei Beschäftigten.
Die Reaktivierung der „Wehrpflicht“ und eine Einführung von Zwangsdiensten stößt auf großen Widerstand in der Jugend.
Die zunehmende Repression gegen friedenspolitische Aktionen und Aktivisten sowie gegen kritische Publizisten eskaliert bis hin unter Verletzung elementarer Menschenrechte durch EU-Sanktionen.
Internationale Solidarität ist vor allem in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet angesichts der multi-ethnischen Bevölkerungsstruktur ein beherrschendes Thema. Die weltweiten Konfliktherde sind kaum noch überschaubar und können von uns nur anhand direkt vorhandener Betroffenheit von ethnischen Communities benannt werden:
Palästina mit fortgesetztem Genozid im Gazastreifen und Siedlerterror im Westjordanland
Venezuela als Protest gegen die US-Aggression
Kurdische Regionen in Syrien als Protest gegen andauernden Terror seitens der Machthaber in Syrien und der Türkei
Iran mit massenhaften Protest gegen Repression des herrschenden Regimes bei gleichzeitig vorhandener, kontraproduktiver Einmischung von Außen
Eine Schlüsselrolle der deutschen Politik ergibt sich bei folgenden Themen:
Die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen mit potenziell atomaren Bewaffnung im Herbst dieses Jahres stellt für uns alle eine existenzielle Bedrohung dar, die unseren massiven Widerstand erfordert.
Der Ukrainekrieg wird immer brutaler und dessen Beendigung erfordert die Bereitschaft der europäischen NATO-Staaten zu diplomatischen Kompromissen und Bereitschaft für eine dauerhafte Friedenslösung unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen aller Beteiligten.
Die Probleme von Umwelt- und Klimaschutz werden sowohl regional wie auch global immer gravierender. Statt notwendige Ressourcen für den Klimaschutz einzusetzen, soll Deutschland Europas führende Militärmacht werden.
Für das Ende des Geonzid an den Palästinensern wäre eindeutige Kritik aus Deutschland gegenüber Israel auch ein wahres Bekenntnis zu den Lehren aus der deutschen Geschichte.
Beim diesjährigen Ostermarsch wollen wir mit der ganzen Bandbreite friedenspolitischer Aktivitäten und spezifischen Forderungen an die Bundesregierung präsent sein, um damit auch große Teile der Bevölkerung für ihre elementaren Interessen zu sensibilisieren und mobilisieren.
Wir fordern:
Friedensfähig statt erstschlagfähig: Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen mit Wiesbaden als Einsatzzentrale! Abzug aller Mittelstreckenwaffen aus ganz Europa! Für eine neue internationale Sicherheitsarchitektur!
Für Abrüstung statt Sozialabbau: Kein Ruin der öffentlichen Daseinsvorsorge und des Sozialstaates durch exzessive Rüstungsausgaben!
Für Diplomatie statt Militarisierung: Das Friedensgebot von Grundgesetz und Hessischer Verfassung zugrunde legen statt „Wehrpflicht“, Repression und Kriegsvorbereitung! Für diplomatische Initiativen Deutschlands zur Beendigung des Ukrainekrieges! Unterstützung für die Menschen, die sich der Kriegsmaschinerie verweigern und Widerstand leisten!
Für sozial-ökologischen Umbau statt Rüstungsindustrie: Straßenbahnen statt Panzer! Keine Waffenexporte in Kriegsgebiete!
Für Internationale Solidarität und Völkerrecht: Stopp des Genozids an den Palästinensern! Solidarität mit der Bevölkerung aller Länder, die von Aggressionen betroffen sind!
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
Beim diesjährigen Ostermarsch am Ostermontag, 6. April 2026 in Frankfurt wollen wir mit der ganzen Bandbreite friedenspolitischer Aktivitäten und spezifischen Forderungen an die Bundesregierung präsent sein, um damit auch große Teile der Bevölkerung für ihre elementaren Interessen zu sensibilisieren und mobilisieren.
Wir fordern:
· Friedensfähig statt erstschlagfähig: Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen mit Wiesbaden als Einsatzzentrale! Abzug aller Mittelstreckenwaffen aus ganz Europa! Für eine neue internationale Sicherheitsarchitektur!
· Für Abrüstung statt Sozialabbau: Kein Ruin der öffentlichen Daseinsvorsorge und des Sozialstaates durch exzessive Rüstungsausgaben!
· Für Diplomatie statt Militarisierung: Das Friedensgebot von Grundgesetz und Hessischer Verfassung zugrunde legen statt „Wehrpflicht“, Repression und Kriegsvorbereitung! Für diplomatische Initiativen Deutschlands zur Beendigung des Ukrainekrieges! Unterstützung für die Menschen, die sich der Kriegsmaschinerie verweigern und Widerstand leisten!
· Für sozial-ökologischen Umbau statt Rüstungsindustrie:
Straßenbahnen statt Panzer! Keine Waffenexporte in Kriegsgebiete!
· Für Internationale Solidarität und Völkerrecht: Stopp des Genozids an den Palästinensern! Solidarität mit der Bevölkerung aller Länder, die von Aggressionen betroffen sind!
Der diesjährige Ostermarsch soll vor allem über die verschiedenen E-Mail-Verteiler und als Massenflugblatt erscheinen und von Organisationen und Initiativen aber auch von vielen Menschen aus der Friedensbewegung unterschrieben und unterstützt werden.
Diesen Ostermarsch-Flyer bitten wir zu unterstützen und zu verbreiten.
Der Ostermarsch wird durch Spenden finanziert: Bitte unterstützt diesen Aufruf und beteiligt euch mit einer Spende an der Finanzierung (Mindestbeitrag 10,- €, Organisationen und Initiativen 20,- €). Den Betrag bitte überweisen auf das Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt bei der Frankfurter Sparkasse, IBAN DE20 5005 0201 0200 0813 90 – BIC: HELADEF1822 – Stichwort: Ostermarsch
Name Vorname PLZ, Ort E-Mail-Adresse Betrag
Ostermarschbüro c/o Gewerkschaftshaus,
W.-Leuschner-Straße 69-77, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069/242499 50, Fax: 069/242499 51
Wir bitten um Rückmeldung und die Unterstützung des Frankfurter Ostermarsches (von Personen und Organisationen)
Zur weiteren Planung unserer Aktivitäten möchten wir euch zu unserer nächsten Beratung einladen.
Frankfurter Friedensversammlung am
Freitag, 20. März 2026, um 18:00 Uhr
wieder im Frankfurter Gewerkschaftshaus, Willi-Richter-Saal
Auch Frieden kostet Geld – unsere Arbeit wird durch Spenden finanziert:
Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt, bei der Frankfurter Sparkasse, IBAN DE20 5005 0201 0200 0813 90 – BIC: HELADEF1822
Mit friedlichen Grüßen Willi van Ooyen und Karl-Heinz Peil
Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V.
c/o Frankfurter Gewerkschaftshaus
Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77
60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069 24 24 99.50
Fax: 069 24 24 99.51
in Kooperation mit den FrankfurterFriedensGesprächen Gesprächskreis NachDenkSeiten Frankfurt
Für ein Kriegsende und eine europäische Sicherheits- und Friedensordnung Vortrag und Diskussion mit NATO-General a.D. Harald Kujat
Wie kann der Krieg in der Ukraine beendet werden? Welche Perspektiven gibt es für eine neue europäische Sicherheits- und Friedensordnung?
Diese Fragen gehören zu den drängendsten unserer Zeit. Während die militärische Eskalation weiter voranschreitet, wird die politische und diplomatische Dimension eines möglichen Friedens häufig nur unzureichend diskutiert.
Mit Harald Kujat, ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses und früherer Generalinspekteur der Bundeswehr, kommt einer der profiliertesten Militärstrategen Deutschlands nach Friedberg. Kujat gehört zu den wenigen hochrangigen Militärs, die sich seit Beginn des Ukrainekrieges öffentlich für eine realistische Analyse der militärischen Lage, für Diplomatie und für ernsthafte Bemühungen um ein Ende des Krieges einsetzen.
In seinem Vortrag wird er auf zentrale Fragen eingehen:
Wie lässt sich der Krieg in der Ukraine beenden?
Welche Rolle könnten Verhandlungen und diplomatische Initiativen spielen?
Wie könnte eine tragfähige europäische Sicherheitsordnung aussehen, die langfristig Frieden ermöglicht?
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion.
Eine Veranstaltung für alle, die sich jenseits von Schlagzeilen und Kriegsrhetorik mit den Perspektiven für Frieden in Europa auseinandersetzen möchten.
Eintritt ist frei – Spenden zur Kostendeckung willkommen.
18:30: Monatliches Treffen NDS-GK Frankfurt April 2026
Monatliches Treffen NDS-GK Frankfurt April 2026
📆 Fr., 10. Apr. ’26
🕗 18:30 Uhr
📌 Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
60313 Frankfurt am Main iCalgCal
Monatliches Treffen des NachDenkSeiten Gesprächskreises Frankfurt am Main
im April 2026
Wir treffen uns jeden 2. Freitag im Monat
Vorraussichliches Haupthema
Rechtsstaat unter Vorbehalt?
Im Namen des europäischen Rechts werden heute Maßnahmen durchgesetzt, die tief in die Grundrechte eingreifen – beschlossen von nicht direkt gewählten Gremien, umgesetzt ohne klassisches Gerichtsverfahren. Betroffene Personen können sich juristisch kaum wehren, weil genau das verhindert wird, was für eine Verteidigung notwendig wäre: Zugang zu Bankkonten, Einkommen und anwaltlicher Unterstützung.
Beispiele wie Jacques Baud oder Hüseyin Doğru zeigen, wie Sanktionen faktisch wirken: Kontosperren, wirtschaftliche Handlungsunfähigkeit, soziale Isolation – ohne vorherige Verurteilung, ohne ordentliches Verfahren.
Besonders problematisch ist die nächste Eskalationsstufe: Auch auf nationaler Ebene, etwa im deutschen Recht, wird die Unterstützung solcher Personen zunehmend kriminalisiert. Damit wird nicht nur der Betroffene selbst getroffen, sondern auch sein Umfeld – Journalisten, Unterstützer, Anwälte, Spender. Rechtsschutz wird so indirekt unterbunden.
Hier zeigt sich ein grundlegender Widerspruch: Ein Rechtsstaat, der Sanktionen verhängt, ohne effektive Verteidigung zu ermöglichen, verlässt den Boden rechtsstaatlicher Prinzipien. Wenn administrative Maßnahmen die gleiche Wirkung entfalten wie Strafen, ohne dass rechtsstaatliche Garantien greifen, dann wird justizielle Gewalt ausgeübt – ohne Rechtsprechung.
Diese Entwicklung wirft zentrale Fragen auf: – Wer kontrolliert diese Macht? – Wo ist die Gewaltenteilung? – Und wie lässt sich Recht noch einklagen, wenn die Mittel dazu entzogen werden?
Diese Widersprüche gilt es offen zu benennen und systematisch aufzuarbeiten.
Der Abend versteht sich als offener Informations- und Diskussionsabend, bei dem unterschiedliche Perspektiven zur Sprache kommen können.
Wir freuen uns auf einen informativen Abend und einen lebendigen Austausch.
Pascal Lauria
Koordination Frankfurter FriedensGespräche
Redaktion “Nachdenken in Frankfurt“
Kommissarische Leitung Vor-Ort-Gesprächskreis
Heinz Wegner
Koordination Webseite
Redaktion „Nachdenken in Frankfurt“
Koordination Vernetzung
19:00: YannSongKing
YannSongKing
📆 Fr., 10. Apr. ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 SAALBAU Südbahnhof
Hedderichstraße 51
60594 Frankfurt am Main iCalgCal
Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde,
YannSongKing, der sächsische Liederkönig kommt zum Heimspiel nach Sachsenhausen in Mäjnhättn
und ist auf dem besten Weg, aach noch es Hesseländche insgesamt zu erobern!
Am Freitag, den 10. April 2026 um 19:00 Uhr
im Saalbau Südbahnhof, Hedderichstraße 51, 60594 Frankfurt/M,
Saalöffnung 18 Uhr
Der König der Straße, der Sänger des feinen Humors, der Meisterdompteur der (Sa-)Tiere, der Spötter über die woke Peinlichkeit, die Stimme von Millionen „kleinen“ Leuten, der Botschaft des Dresdener Sawoahr Wiehwre, der Troubadour der Demokratie, des Friedens und guten Lebens, kommt von der Elbe an den Main.
„Rechtsstaat unter Vorbehalt“ – Sanktionen ohne Verfahren
Der Veranstalter Deutscher-Freidenker-Verband Hessen e.V. und der NDS-GK Frankfurt lädt im Rahmen seiner Themenreihe „Rechtsstaat unter Vorbehalt“ zu einer hochaktuellen Veranstaltung mit Hannes Hofbauer ein.
Eine wichtige Veranstaltung zur richtigen Zeit – und ein zentraler Beitrag zur Debatte um den Zustand des Rechtsstaats in Deutschland und Europa.
Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat
Lesung und Diskussion mit Hannes Hofbauer, Historiker und Verleger, Wien
Die EU hat mittlerweile mehr als 2700 Personen und Organisationen auf Sanktionslisten gesetzt. Betroffen sind überwiegend Russen, aber auch EU-Bürger, darunter der linke kurdisch-stämmige Deutsche Hüseyin Dogru aus Berlin und die in Russland lebenden Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper. Das jüngste und prominenteste Beispiel ist der Schweizer Jaques Baud, ehem. Oberst der Schweizer Armee.
Die sanktionierten Personen verlieren all ihre Rechte: Vermögensentzug, Kontosperre, Passabgabe, Verbot der Hilfe durch nahestehende Personen. All das ohne Gerichtsverfahren, d.h. ohne Anklage, Verteidigung, ohne Anhörung. Diese neue Art der herrschaftlichen Repression erinnert an vormoderne Zeiten, von der mittelalterlichen Acht bis zur Ausbürgerungspraxis der Nazis.
Hofbauer, Hannes: Aller Rechte beraubt.
Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat
Promedia 2026. 224 S. 14,8 x 21. brosch.
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Hannes Hofbauer untersucht die politischen, juristischen und historischen Dimensionen dieser Entwicklung. Er zeigt, wie sich die EU-Behörden seit 2014 – als Mittel im Kampf gegen Moskau – Kompetenzen angeeignet haben, die sie zum Ankläger und Richter in Personalunion machen. Solange sich die Sanktionen gegen russische und ukrainische Staatsbürger richten, mag deren schiere Existenz nicht bedroht sein. Seit 2022 und verstärkt seit dem 20. Mai 2025 werden jedoch auch EU-Bürger sanktioniert und damit all ihrer Rechte beraubt. Selbst die Hilfeleistung durch Angehörige oder Freunde steht unter Strafe.
Die neue Sanktionspolitik erinnert an vormoderne Strafregime. Der Autor geht deshalb zurück in die Geschichte und erinnert an Repressionsmaßnahmen wie die mittelalterliche Verbannung oder die Reichsacht, der z. B. Martin Luther ausgesetzt war. Im 19. Jahrhundert kam die Ausbürgerung als Strafe in Mode; sie erreichte im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt. Heutige Terror- und Sanktionslisten fanden erst im 21. Jahrhundert massenhafte Verwendung durch die USA, die UNO und die EU.
Anhand konkreter Fälle – darunter drei Deutsche, die auf EU-Listen gelandet sind – zeigt Hofbauer, wie schnell politische Abweichung zur materiellen Vernichtung und zum gesellschaftlichen Ausschluss führen kann.
„Aller Rechte beraubt“ ist eine präzise Analyse einer stillen Machtverschiebung: von der Gewaltenteilung zum Ausnahmezustand.
19:00: Hebels aktuelle Stunde – Ein Rückblick auf die Politik der jüngsten Zeit
Hebels aktuelle Stunde – Ein Rückblick auf die Politik der jüngsten Zeit
📆 Do., 23. Apr. ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
60313 Frankfurt am Main iCalgCal
Kneipe/Videostream
Information / Diskussion
Hebels aktuelle Stunde
Ein Rückblick auf die Politik der jüngsten Zeit
„Kaufen, wenn die Kanonen donnern“, empfiehlt uns das Magazin „Der Aktionär“ (11/26) auf der Titelseite. Tatsächlich gibt es für Zyniker einiges zu verdienen, denn es „donnert“ allenthalben. Mit der Entführung des venezolanischen Präsidenten und dem Überfall auf den Iran machen die USA Russland beim Zertrümmern des Völkerrechts Konkurrenz. Deutschland und die EU haben keine Meinung dazu oder springen sogar bei. Im Schatten dessen geraten andere grausame Kriege und Konflikte aus dem Blick: Tod und Vertreibung in Gaza und Palästina, die blutige Eskalation im Kongo und im Sudan, der Ukrainekrieg, der neue Kriegsschauplatz Afghanistan/Pakistan, die Totalblockade Kubas. Auch der Umbau der USA in einen autoritären Staat sind kaum noch ein Thema.
In Deutschland werden im Windschatten der Weltpolitik Fakten geschaffen: Das Bürgergeld wird abgeschafft, das Zuwanderungsrecht erneut verschärft, Klima- und Umweltschutzstandards werden aufgeweicht, Innenminister Dobrindt will einen „echten Geheimdienst“ schaffen. Derweil kann die AfD trotz interner Querelen Wahlerfolge verbuchen.
Immerhin gibt es auch positive Signale. Trotz der vorherrschenden Abschottungs-Rhetorik ist der Widerstand gegen die migrationsfeindliche Politik nicht erlahmt. Die Bundeswehr hat Personalprobleme, die Schülerstreiks gegen die Wehrpflicht fanden eine erstaunliche Resonanz, der Bundestag hat ein Tariftreuegesetz beschlossen und große Teile der Zivilgesellschaft wehren sich gegen klimafeindliche Politik und Sozialabbau.
Für Stephan Hebel wird es auch diesmal wieder mehr als genug Themen geben, um darüber im Club Voltaire zu sprechen. Wie gewohnt wird es ihm weniger um die Aufzählung der Probleme und Skandale gehen, sondern um die Zusammenhänge, die Hintergründe und die bestehenden Ansätze zu einer politischen Umkehr. Dabei bleibt er differenziert und offen; plakative Zuschreibungen sind nicht seine Sache.
Stephan Hebel schreibt politische Bücher und Texte, unter anderem für die „Frankfurter Rundschau“ und den „Freitag“. Seine vierteljährliche „Aktuelle Stunde“ erfolgt in Zusammenarbeit von Club Voltaire und „Frankfurter Rundschau“.
19:00: Diether Dehm – Autorenlesung „Aufstieg und Niedertracht – Katharina“
Diether Dehm – Autorenlesung „Aufstieg und Niedertracht – Katharina“
📆 Di., 5. Mai ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 SAALBAU Ronneburg
Gelnhäuser Straße 2
60435 Frankfurt am Main iCalgCal
Der NachDenkSeiten Gesprächskreis Frankfurt und der Veranstalter Deutscher Freidenker Verband Hessen laden gemeinsam zu einer besonderen Veranstaltung ein:
Autorenlesung mit Diether Dehm
„Aufstieg und Niedertracht – Katharina“ – Teil 2 der Trilogie
Diether Dehm gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Politik- und Kulturlandschaft. Als langjähriger Bundestagsabgeordneter, Publizist und Liedermacher mischt er sich seit Jahrzehnten pointiert in gesellschaftliche Debatten ein – oft unbequem, häufig kontrovers.
Mit seinem Roman „Aufstieg und Niedertracht – Katharina“ bringt er diese Erfahrungen und Beobachtungen in literarischer Form auf die Bühne. Im Zentrum steht die Figur Katharina – ihr Weg zwischen Aufstieg, Anpassung und moralischen Brüchen, eingebettet in politische und gesellschaftliche Machtverhältnisse.
Wie so oft bei Dehm verschwimmen dabei die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Die Lesung verspricht daher nicht nur literarische Einblicke, sondern auch eine Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Gerade diese Mischung macht den Abend interessant: Dehm steht für Positionen, die zur Diskussion herausfordern und zur eigenen Meinungsbildung anregen.
Im anschließenden Gespräch besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in den direkten Austausch zu gehen.
Warum diese Veranstaltung? In Zeiten zunehmender Polarisierung halten wir es für wichtig, Räume für offene Debatten zu schaffen. Dazu gehört auch, sich mit Stimmen auseinanderzusetzen, die nicht überall auf Zustimmung stoßen, aber relevante Perspektiven einbringen.
18:30: Monatliches Treffen NDS-GK Frankfurt Mai 2026
Monatliches Treffen NDS-GK Frankfurt Mai 2026
📆 Fr., 8. Mai ’26
🕗 18:30 Uhr
📌 Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
60313 Frankfurt am Main iCalgCal
Monatliches Treffen des NachDenkSeiten Gesprächskreises Frankfurt am Main
im Mai 2026
19:00: Der Wahrheitskomplex
Der Wahrheitskomplex
📆 Fr., 8. Mai ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 Restaurant „Zur Turnhalle“
Ste.-Foy-Str. 16
65549 Limburg an der Lahn iCalgCal
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Diez – Limburg – Bad Camberg
Thema: Der Wahrheitskomplex – Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen
Lesung und Diskussion mit Norbert Häring über sein neues Buch
Zum Thema: Vermeintlich unabhängige Nichtregierungsorganisationen überwachen in Echtzeit alles, was online geschrieben, gesagt oder veröffentlicht wird. Das Ziel: Die Verbreitung von Desinformation verhindern und opportune Wahrheiten vervielfältigen. Dabei schrecken sie auch vor Verleumdungskampagnen und der sozialen Vernichtung kritischer Stimmen nicht zurück. Erstmals legt Norbert Häring den „Wahrheitskomplex“ in seinem ganzen Ausmaß offen: als ein größtenteils staatlich finanziertes, zentral gesteuertes und digital hochgerüstetes Netzwerk, das das tut, was der demokratische Staat selbst nicht darf: Zensur, Propaganda, Diffamierung und politische Einflussnahme. (Quelle: Westend Verlag)
Zum Autor: Norbert Häring ist promovierter Ökonom. Er arbeitete als Wirtschaftsjournalist für Börsen-Zeitung, Financial Times Deutschland und Handelsblatt. Ein großes Publikum schätzt seinen Weblog „Geld und mehr“ als Quelle von Nachrichten und Analysen u. a. zu Geldsystem und Bargeld, Digitalzwang und Medien. Zuletzt erschien von dem Autor vieler populärer Wirtschaftsbücher der Spiegel-Bestseller „Endspiel des Kapitalismus“. (Quelle: Westend Verlag)
Der Eintritt ist frei – wir bitten um Spenden.
Am Freitag, 8. Mai 2026, 19.00 Uhr (Einlass 18.00 Uhr)
Ort: Im Restaurant „Zur Turnhalle“
Ste.-Foy-Str. 16
65549 Limburg an der Lahn
(Veranstaltungsraum nur über eine Treppe erreichbar)
Auch die Friedens- und Zukunftswerkstatt und der Bundesausschuss Friedensratschlag rufen mit zahlreichen Partnerorganisationen für den 30. Mai 2026 zu Demos in Wiesbaden und Grafenwöhr auf. Zusammen stellen wir uns gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa!
Weitere Infos zu den Demos in Wiesbaden und Grafenwöhr findest du hier.
Das „Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung“ und weitere Initiativen rufen auf zu einer großen Demonstration, die von möglichst vielen Gruppen und Friedensaktivisten unterstützt werden soll. Rückmeldung bitte an: menning.jan@googlemail.com
Die Auftaktkundgebung findet am Samstag, 30. Mai 2025 um 12:30 Uhr am Wiesbadener Hauptbahnhof und in Grafenwöhr um 13:00 Uhr am Stadtpark statt.
Bitte organisiert in euren Regionen auch Mitfahrmöglichkeiten für die Kundgebungen und Demonstrationen in Wiesbaden und Grafenwöhr. Über den obigen Link könnt ihr uns diese auch mitteilen, damit sie auf unserer Webseite bekannt gegeben werden.
SPENDEN
Zur Finanzierung unserer Aktionen in Wiesbaden und Grafenwöhr sind wir auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Organisationen und Initiativen sollten Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende auf das Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt bei der Frankfurter Sparkasse IBAN DE20 5005 0201 0200 0813 90 – Stichwort:“ Keine Mittelstreckenwaffen“.
Mit friedlichen Grüßen
Willi van Ooyen
Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V.
c/o Frankfurter Gewerkschaftshaus
Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77
60329 Frankfurt am Main
Mittelstreckenwaffen, nirgends! Keine „Dark Eagle“ und „Tomahawk“ in Grafenwöhr, Befehlskommando in Wiesbaden auflösen!
Im Jahr 2024 vereinbarte (ohne jegliche parlamentarische oder gesellschaftliche Debatte) die deutsche mit der US-amerikanischen Regierung die Rückkehr von US-Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden. Nach über 35 Jahren, in denen diese gefährlichen Waffen aus Europa verbannt waren, soll 2026 ihre Stationierung beginnen, voraussichtlich auf dem Truppen-übungsplatz Grafenwöhr in der bayrischen Oberpfalz. Die Steuerung erfolgt über den Militärstandort Wiesbaden und eine Kommandozentrale im Stadtteil Mainz-Kastel. Über den Einsatz entscheidet der US-Präsident – also derzeit der unberechenbare Donald Trump. Welche Folgen das haben kann, zeigt die Reaktion des Iran auf die US-Bombardierungen: Alle US-Militärbasen in den umliegenden Ländern sind zu Angriffszielen geworden. Wir wollen nicht, dass so etwas auch in Wiesbaden und Grafenwöhr geschieht!
Mittelstreckenwaffen sind Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Die Hyperschallrakete „Dark Eagle“ kann in ca. 10 Minuten Moskau treffen. Umgekehrt können genauso schnell russische „Oreshnik“-Raketen bei uns einschlagen. Es kann zu Fehlreaktionen kommen, denn bei einem Alarm bleibt keine Zeit für eine überlegte Entscheidung. Außerdem kann der Eindruck entstehen, selbst zuerst zuschlagen und Wiesbaden (als Ort der Kommandozentrale) und Grafenwöhr (als Ort der Stationierung) zerstören zu müssen. Auch wenn die Mittelstreckenwaffen nicht atomar bestückt werden, erhöhen sie die Gefahr einer Eskalation hin zum Atomkrieg.
Zusätzlich entwickelt die Bundesregierung im ELSA-Projekt mit anderen europäischen Staaten eigene Mittelstreckenwaffen und hat bei den USA weitreichende Tomahawk-Marschflugkörper und dafür geeignete Typhon-Startsysteme bestellt. Ein deutsch-britisches Startup hat vor Kurzem erstmals eine Hyperschallrakete getestet. Diese Aufrüstungsmaßnahmen verstärken die militärischen Spannungen und führen zu einem gefährlichen Wettrüsten.
Wir fordern:
Die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu unterbinden
Das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel ersatzlos abzuziehen
Das Projekt zur Entwicklung eigener europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) zu stoppen und keine eigenen Hyperschallraketen zu entwickeln
Keine Tomahawk-Marschflugkörper und Abschussrampen von den USA zu erwerben
Verhandlungen über Rüstungskontrolle zu führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, der von 1988 bis 2019 Mittelstreckenraketen in Europa verboten hat, und dadurch auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der „Oreshnik“ zu erreichen
Die allgemeine gesellschaftliche Militarisierung und die Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs zu stoppen
Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
Weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten und dabei auch mit den Staaten zusammenzuarbeiten, zu denen westliche Länder in machtpolitischer und/oder wirtschaftlicher Konkurrenz stehen
Wir richten unsere Forderungen an alle zuständigen Entscheidungsträger auf kommunaler, EU-, Landes- und Bundesebene. Wir rufen deshalb auf zu einer zeitgleichen Demonstration in Grafenwöhr und Wiesbaden am Samstag, den 30. Mai auf: Treffpunkt in Grafenwöhr um 13:00 Uhr, Stadtpark, in Wiesbaden um 12:30 Uhr, Hauptbahnhof.
Wir stellen klar:
Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Entsprechende Äußerungen oder das Zeigen einschlägiger Symbole haben auf unserer Kundgebung keinen Platz. Wir bitten auf Nationalfahnen und Parteifahnen zu verzichten. Willkommen sind Transparente, Fahnen und Schilder (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen.