NachDenkSeiten-Gesprächskreis Darmstadt
Vortrag: Städtepartnerschaft Kursk – Speyer
„Roland Kern war Kommunalpolitiker in Speyer. Er hat eine ukra-
inische Mutter und deshalb seit 1964 direkten Kontakt mit der
Ukraine und Russland. Er hat zusammen mit einem Freundes-
kreis die Städtepartnerschaft der Stadt Speyer mit der russischen
Stadt Kursk aufgebaut.
Städtepartnerschaften sind wichtig, gerade in schwierigen Zeiten
wie heute. Deshalb war Gegenstand des Gesprächs auch die
Frage, wie man Städtepartnerschaften gründen kann. Roland
Kern empfiehlt Partnerschaften mit russischen und mit ukrainischen
Städten, wörtlich: „Ich empfehle den Leuten, macht doch (auch)
eine Partnerschaft mit einer ukrainischen Stadt. Das halte ich für
genauso richtig. Mit all denen, die unterdrückt sind oder mit denen,
die nicht wissen, was ihre Regierung mit ihnen treibt, die sollen sich
vernetzen mit den Freunden anderer Länder. Das sollte auf jeden
Fall gemacht werden, denn jeder, der in seinem ‚eigenen Saft kocht’,
sieht die anderen nicht, und so entstehen Vorurteile. Und aus Vor-
urteilen entstehen Kriege.“
https://www.nachdenkseiten.de/?p=101681
Auf der Internetseite der Europäischen Kommission findet sich in
Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen EU und Belarus ein Do-
kument mit folgendem Inhalt:
„Nach der Überprüfung der EU-belarussischen Beziehungen und
angesichts der Mitwirkung des Lukaschenko-Regimes im russischen
Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde die EU-Unterstützung nach
2020 auf nichtstaatliche Akteure ausgerichtet und bietet dem
belarussischen Volk in sechs Schlüsselbereichen erhebliche Unter-
stützung: Zivilgesellschaft, Menschenrechte, unsabhängige Medien,
Bildung, Kultur, und KMU im Exil. Seit 2020 beträgt die finanzielle
Unterstützung der EU für das belarussische Volk 200 Millionen Euro
über das Instrument für Nachbarschaft, Entwicklung und internatio-
nale Zusammenarbeit (NDICI) – Global Europe.“
https://enlargement.ec.europa.eu/countries/belarus_en
Sollte mit einer solchen Ansage tatsächlich eine weitere Städte-
oder andere Partnerschaft mit einer belarussischen Zivilgesellschaft
möglich sein? Wenn ja, wie bekommen wir das hin? Und wer macht
mit?
