Mein Leben in Syrien – Der Kampf um syrische Dörfer und syrische Identität
An diesem Abend werden wir einen Gast, Fr. Heike Weber, begrüßen. Ihr bzw. ihrem Projekt ist der gesamte Abend gewidmet. Frau Weber lebt seit 1982 in Damaskus und über Frau Leukefeld, mit der wir letztes Jahr im April einen Abend in Darmstadt veranstalten durften, kam dieser Kontakt zustande. Das Thema des Abends ist: „Mein Leben in Syrien – Der Kampf um syrische Dörfer und syrische Identität.“
Fr. Weber hat sich jahrzehntelang für syrische und palästinensische Frauen mit dem von ihr gegründeten Projekt ANAT eingesetzt. Mit diesem Geschäftsmodell zur Förderung und Produktion traditioneller syrischer textiler Handarbeiten gelang es ihr, mehr als 1.000 Frauen in ganz Syrien ein regelmäßiges Einkommen zu ermöglichen. Frau Leukefeld schrieb dazu – Zitat: „ANAT wurde ein Erfolgsmodell.“ Wer mehr darüber erfahren möchte, schaue sich bitte dieses kurze Video an.
Der Krieg in Syrien begann 2011. In seinem Verlauf wurden nicht nur Städte und Dörfer ausgelöscht, sondern auch Fr. Webers Projekt ANAT. Das hinderte sie aber nicht daran, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen, über das sie an diesem Abend berichten wird und auch davon was es heißt, in einem vom Krieg gebeutelten Land zu leben, das durch fragwürdige geopolitische Intrigen einer durch die „regelbasierte Ordnung“ verschworenen „westlichen Wertegemeinschaft“ destabilisiert und fast völlig zerstört wurde. Da man eher selten die Möglichkeit hat, sich mit direkt Betroffenen hierüber auszutauschen, freuen wir uns ganz besonders auf diese Gelegenheit.
