Hinweise der Redaktion
Filmvorführung: „Komm und Sieh“ – 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion
85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion – Filmvorführung: „Komm und Sieh“
Samstag, 20.06.26, 18:00 Saalbau Gallus
Kommunistische Organisation in Kooperation mit dem Albert-Kuntz-Verein
Wir zeigen zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion den Film „Komm und Sieh“ von 1985 des sowjetischen Regisseurs Elem Klimov. Der Film gilt bis heute als einer der besten Kriegsfilme der Welt. Der Film verfolgt den Genozid der Wehrmacht in Weißrussland aus der Perspektive des Teenagers Flyora, der ein Gewehr findet und sich dem sowjetischen Widerstand anschließt. Klimov stellt die ernüchternde Realität des Siedlerkolonialismus der Wehrmacht mitsamt ihrer „verbrannte Erde“ Politik schonungslos dar – genauso den Widerstand. Anstelle einer heroischen Abenteuer- und Ruhmesgeschichte, stellt der Film den grausamen, fieberhaften Albtraum dar, mit dem die sowjetische Bevölkerung im II. Weltkrieg konfrontiert wurde. Durch die Egoperspektive des jungen Flyora schafft es der Film den psychologischen Horror des Krieges so greifbar darzustellen, dass man sich nie als Betrachter sieht und in Sicherheit des Abstandes wiegen kann. Dadurch ist es ein Film, der einen noch lange verfolgt.
Zitat: „Am 8. Mai jährt sich die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Mehrere Jahre wütete der Nationalsozialismus in der Welt. So auch in der Sowjetunion, in der 27 Millionen Menschen durch Krieg und Pogrome von den Nazis ermordet wurden. Die Sowjetunion leistete den Löwenanteil an dem Sieg gegen die Nazis, doch dies und die dort verübten Gräueltaten fallen immer weiter in Vergessenheit.
Deshalb zeigen wir an dem Tag den renommierten sowjetischen Film “Komm und Sieh”. Der Film erzählt die Geschichte des jungen Fljora, der sich den Partisanen anschließt. Wie der Name des Films suggeriert, werden wir auf die Reise des Jungen mitgenommen und bekommen so den Horror zu sehen, dem die Bevölkerung ausgesetzt war, aber auch, dass es wichtig ist, gegen den Schrecken des Faschismus an zu kämpfen.
Contentwarnung: Kriegsszenen, Hinrichtungen, Pogrome, Vergewaltigung. Der Film zeigt die Schrecken des Kriegs in aller Deutlichkeit, aber ohne diese zu zelebrieren, wie es viele andere Kriegsfilme tun.“
