Kategorie: »FFG« Empfehlung der Redaktion

Filmvorführung „BARFUẞ DURCH HIROSHIMA“ (1983 – TEIL I)

📆 So., 9. Aug. ’26
🕗 19:00 Uhr
📌 Wiesbaden
  iCalgCaloffice

Sonntag 09.08.2026 – 19 Uhr Kulturpalast Wiesbaden – Saalgasse 36

Zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 81 Jahren:

Filmvorführung mit Einführung zum Anime
„BARFUẞ DURCH HIROSHIMA“ (1983 – TEIL I)
Eintritt frei

Der Junge Nakaoka Gen und seine Familie kämpfen im militarisierten Japan des ZweitenWeltkrieges ums Überleben. Ihre Heimatstadt Stadt Hiroshima blieb bisher von Bombenangriffen verschont. Doch am 6. August 1945 bricht die Hölle los…

Als Zeitzeugenbericht mit autobiografischen Zügen berichtet „Barfuß durch Hiroshima“ ungeschönt von diesem Überlebenskampf einer einfachen Familie im damaligen Japan und von den unfassbaren, grausamen Folgen des Abwurfs der Atombombe „Little Boy“.

 

Die Manga-Vorlage von Nakazawa Keiji wurde 2004 auf dem renommierten Festival d‘Angoulême ausgezeichnet.

Nakazawa Keiji (* 14. März 1939 in Hiroshima; † 19. Dezember 2012 Hiroshima) überlebte als Junge durch Glück den Atombombenabwurf auf seine Heimatstadt, weil ihn die Betonmauer seiner Schule vor dem Atomblitz schützte. Seine Geschwister und sein Vater starben nach dem Abwurf der Bombe.

Gen (源 / げん): „Wurzel“, „Quelle“ oder „Ursprung“.
Genbaku (原爆 / げんばく): Kurz für Genshi bakudan, was wörtlich „Atombombe“ bedeutet.
Genki (元気 / げんき): „Voller Leben“, „gesund“ oder „energetisch“

„Ich gab meinem Hauptcharakter den Namen „Gen“ in der Hoffnung, dass er eine Wurzel und Quelle der Kraft für eine neue Generation der Menschheit sein kann – einer Generation, die die verbrannte Erde von Hiroshima barfuß betrete, die Erde unter den nackten Füßen spüren kann und die Kraft hat, ‚Nein‘ zu sagen zu nuklearen Waffen. Ich selbst versuche, mit Gens Stärke zu leben – das ist mein Ideal und ich werde dieses in meiner Arbeit fortführen.“

Nakazawa Keiji (1987)


Albert Meyer, für den Sprecherkreis des Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung

Liebe „Nachdenker“,

das Wiesbadener Bündnis lädt euch/Sie ein zur Filmvorführung mit Einführung zum Thema des Anime-Films „Barfuß durch Hiroshima“. Sie findet am Sonntag, dem 9.8.26 um 19.00 Uhr im Kulturpalast Wiesbaden, Saalgasse 36 statt.

81 Jahre nach dem verheerenden Abwurf der Nuklearbomben ist das Thema nach wie vor aktuell, es gewinnt an Bedeutung und verpflichtet uns zum Engagement.

Am 8. 7. 2026 hat der Wiesbadener Oberbürgermeister die grüne Flagge der „Mayors of Peace“ auf dem Rathaus hissen lassen. Diese Initiative wurde vom Bürgermeister von Hiroshima begründet und fordert die verantwortlichen Politiker auf, Atomwaffen und die Androhung ihres Einsatzes zu ächten.

Das Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung unterstützt diesen Aufruf. Wir sind zudem gegen den Kauf „eigener“ Tomahawk“-Raketen durch die Bundesregierung, die auch nukleare Waffen tragen könnten. Damit würde keine Fähigkeitslücke“ geschlossen, sondern die Uhr der Selbstzerstörung um eine weitere Minute vorgestellt. Die Reaktionszeiten für existenzielle politisch-militärische Entscheidungen verkürzte sich extrem. Auch die Entwicklung einer „eigenen“ deutschen Atombombe – von manchen Politikern und Pressevertretern gefordert – würde unsere Sicherheit nicht verbessern, sondern sie noch mehr gefährden.

Der auf einem Manga von Keiji Nakamara beruhende Anime-Film – aus eigenen Erfahrungen entstanden – ist ein Kunstwerk besonderer Art, sehr beeindruckend und erschütternd, und nur noch sehr selten zu sehen.

Mit besten Grüßen

Albert Meyer,
für den Sprecher:innenkreis des Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung

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