Kommentar und Stellungnahme des
NachDenkSeiten-Gesprächskreises Frankfurt zu einer Rundmail
Wir, der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt, sehen uns seit geraumer Zeit wiederholt mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Unser Anspruch war und ist es, Differenzen zunächst intern, im direkten Gespräch und auf sachlicher Grundlage zu klären. Politische Zusammenarbeit lebt vom Austausch unterschiedlicher Auffassungen, von argumentativer Auseinandersetzung und gegenseitigem Respekt – nicht von öffentlichen Zuschreibungen oder persönlichen Angriffen.
Mit der nun per E-Mail verbreiteten „Abschließende Stellungnahme“, die an einen uns nicht bekannten Verteilerkreis versandt wurde, hat die Auseinandersetzung jedoch eine neue Qualität erreicht. Die darin enthaltenen Bewertungen und Vorwürfe betreffen nicht nur einzelne Personen, sondern berühren den Ruf unseres gesamten Gesprächskreises sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Teile dieser Ausführungen bewerten wir als sachlich unzutreffend, verletzend und rufschädigend.
Vor diesem Hintergrund sehen wir uns verpflichtet, unsere Sicht der Dinge darzulegen – nicht aus Interesse an weiterer Zuspitzung, sondern aus Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Kooperationspartnern und allen, die sich ein eigenes Urteil bilden möchten. Eine einseitige Darstellung darf nicht unwidersprochen bleiben, wenn sie geeignet ist, Vertrauen zu untergraben und politische Zusammenarbeit zu beschädigen.
Gleichzeitig sind wir bemüht, eine weitere Eskalation zu vermeiden. Deshalb veröffentlichen wir unsere Stellungnahme nicht breit gestreut, sondern nehmen sie bewusst in unser Dossier auf und leiten sie ausgewählten Entscheidungsträgern zu. Transparenz bedeutet für uns Nachvollziehbarkeit und Dokumentation – nicht die Verstärkung von Polarisierung.
Das betreffende Dokument „Abschließende Stellungnahme“ fügen wir im Anhang bei, damit sich Interessierte auf Grundlage der Originalfassung selbst ein Bild machen können. Eine offene Debatte setzt voraus, dass Aussagen im Zusammenhang geprüft und eigenständig bewertet werden.
Stellungnahme des NachDenkSeiten-Gesprächskreises Frankfurt
Wir nehmen zur Kenntnis, dass erneut eine „Abschließende Stellungnahme“ veröffentlicht wurde. Im Interesse aller Beteiligten hoffen wir, dass damit die öffentliche Eskalation nun beendet ist.
Den selbständig denkenden und kritisch geschulten Mitstreitern überlassen wir es, aus Form, Tonlage und Wortwahl der jüngsten Veröffentlichungen ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.
In Frankfurt hat sich inzwischen offenbar ein zweiter NDS-Gesprächskreis gegründet, dessen genaue Bezeichnung uns bislang nicht bekannt ist. Die Gründung weiterer Initiativen ist grundsätzlich legitim. Gesprächskreise sind offene, eigenständige Zusammenschlüsse und keine Erbfolge-Konstruktionen oder exklusiven Vertretungsansprüche.
Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt wird seine Arbeit weiterhin sachlich, transparent und ohne persönliche Diffamierungen fortführen.
Wer inhaltlich diskutieren möchte, ist willkommen. Wer politische Auseinandersetzung durch persönliche Angriffe ersetzt, verlässt die Grundlage konstruktiver Zusammenarbeit.
Wir verurteilen ausdrücklich die pauschalen Verunglimpfungen unserer Kooperationspartner in den jüngsten Veröffentlichungen. Wir stehen zu unseren Partnern und schätzen die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Respekt und inhaltlicher Offenheit beruht.
Nicht akzeptabel ist außerdem die fortgesetzte persönliche Delegitimierung einzelner Mitglieder durch schwerwiegende Vorwürfe wie „betrügerische Methoden“, „Zersetzung linker Politik“ oder die Etikettierung als „rechter Theoretiker“. Solche Zuschreibungen beschädigen das politische Klima, untergraben Vertrauen und verhindern eine sachliche Debatte.
Weitere öffentliche Eskalationen und persönliche Diffamierungen fallen zwangsläufig auch auf den neuen Diskussionskreis und dessen Beteiligte zurück, für die sie zu sprechen beansprucht. Wer öffentlich agiert, trägt Verantwortung für Ton, Maß und Wirkung seiner Worte.
Wir setzen auf konstruktive Zusammenarbeit, inhaltliche Auseinandersetzung und gegenseitigen Respekt. Persönliche Angriffe und Rufschädigungen haben in unserem Kreis keinen Platz.
Link zu: „Abschließende Stellungnahme Regina – Der politische Schaden der Spaltung“









